Der Glaube an die Garantie!

Ein großer Teil der Sparer in Deutschland möchte sein Geld bei der Geldanlage am liebsten mit einer „Garantie“ versehen. Eine Garantie, dass das eingezahlte Geld erhalten bleibt oder mit einem garantierten Zins verzinst wird. Am besten beides gleichzeitig! Mit den sogenannten „Garantieprodukten“ wird dann auch seitens der Finanzindustrie mächtig geworben, denn diese lassen sich eben gut verkaufen. An dieser Stelle sollte eine Frage erlaubt sein: „Ist es überhaupt sinnvoll, sein Geld langfristig in solche Produkte anzulegen?“ Zumindest für den größten Teil der Sparer in Deutschland würde ich diese Frage mit einem klaren NEIN beantworten! Wenn mir eine Bank oder Versicherung einen garantierten Zins auf meine Geldanlage verspricht, dann wissen die Finanzinstitute in aller Regel, dass sie aus meinem Geld (welches ich in deren Produkte einzahle) garantiert mehr machen. Ansonsten würden mir diese erst gar keine Garantie anbieten! Der Kunde bekommt also lediglich den vereinbarten Zins und ist zufrieden. Wie sagt der Volksmund so schön: „Lieber den Spatz in der Hand, als die Taube auf dem Dach“. Das Problem dabei ist, dass der „Spatz“ (also der Garantiezins) faktisch abgeschafft wurde. Es gibt so gut wie keine Garantie-Zinsen mehr und das wird wohl auch erst einmal so bleiben. Wie aber sollen wir ohne eine vernünftige Verzinsung unseres Geldes Kapitalaufbau schaffen? Ein weiteres Problem aus Kundensicht ist, dass die Bank oder Versicherung als „Garantiegeber“ auch die „Garantieregeln“ bestimmt. Diese Regeln befinden sich dann im „Kleingedruckten“ der Produktverträge und sind natürlich zu Gunsten der Finanzinstitute ausgelegt. Ein schönes Beispiel sind die „alten“ Bausparverträge, welche noch mit einem Garantiezins von 4% versehen sind. Diese Verträge wurden abgeschlossen, als die „Zinswelt“ noch in Ordnung war. Jetzt, wo selbst die Anlage-Profis der Bausparkassen die 4% nicht mehr erwirtschaften können, bekommen die Kunden ihre Bauspar-Verträge einseitig gekündigt. Was also nützt mir dann meine Garantie? Wie schon gesagt, bei Garantieprodukten gewinnt meistens die Bank oder Versicherung! Nicht umsonst besagt eine alte „Geld-Weisheit“: „Garantien kosten Geld“. Wie wäre es also, wenn wir statt auf „Garantien“ bei unserer Geldanlage auf „Sicherheit“ setzen? Mit einfachem Basis-Wissen in Sachen Geld können wir diese Sicherheit selbst realisieren und nebenbei, trotz „Nullzins-Politik“, den für uns so wichtigen Kapitalaufbau schaffen!